FIS · 2026 / 2027

Snowboarden

Snowboarden umfasst Zeitrennen durch Tore, Snowboardcross und bewertete Park-und-Pipe-Wettbewerbe. Im Slalom und Riesenslalom zählt eine schnelle, korrekte Fahrt; Parallelrennen ergänzen direkte Duelle. Im Cross fahren Gruppen gegeneinander. Halfpipe, Slopestyle, Big Air und Street Style werden von Wertungsrichtern beurteilt.

Die Grundlagen in 1 MinuteDas Ziel · Die Wertung · Die wichtigsten Regeln

Regeln

01

Snowboarddisziplinen und Regelwerke

Snowboarden umfasst Zeitrennen durch Tore, Snowboardcross und bewertete Park-und-Pipe-Wettbewerbe. Im Slalom und Riesenslalom zählt eine schnelle, korrekte Fahrt; Parallelrennen ergänzen direkte Duelle. Im Cross fahren Gruppen gegeneinander. Halfpipe, Slopestyle, Big Air und Street Style werden von Wertungsrichtern beurteilt.

02

Teilnahme, Helm und Besichtigung

Die Teilnahme hängt von Wettkampfstufe, Altersgrenzen und FIS-Zulassungsbedingungen ab. Ein regelkonformer Helm ist Pflicht. Teilnehmer müssen die Regeln kennen und bei der Besichtigung den Juryanweisungen folgen; eine Besichtigung erlaubt keine Rennfahrt auf einer gesperrten Strecke.

03

Slalom, Riesenslalom und Torpassage

Im alpinen Snowboarden muss das gesamte Board die Torlinie außerhalb der Drehstange passieren, wobei mindestens der vordere Fuß befestigt ist. Eine umgefallene oder fehlende Stange hebt die Pflicht nicht auf: Die ursprünglich markierte Torlinie bleibt maßgeblich.

04

Parallelrennen und Strafzeiten

Parallelrennen nutzen benachbarte rote und blaue Kurse. Die Qualifikation bestimmt die Ausscheidungsduelle. Das angekündigte Finale kann pro Duell einen Lauf oder zusammengehörige Läufe mit Kurswechsel vorsehen; nicht jeder Wettkampf verwendet dasselbe Format.

05

Banked Slalom

Banked Slalom verläuft durch überhöhte Kurven. Klassische Kurse können natürliche Rinnen nutzen; maschinell gebaute Strecken erhalten geformte Kurven und Geländeformen. Sicherheit und Leistungsniveau bestimmen die Gestaltung. Für die Torpassage gelten die alpinen Snowboardregeln.

06

Snowboardcross: Start und Weiterkommen

Snowboardcross führt über Kurven, Sprünge und Wellen. Je nach Format erfolgen Qualifikationen über Zeiten oder Heats. Heatergebnisse und das angekündigte Schema entscheiden über das Weiterkommen; eine schnelle Qualifikationszeit allein gewinnt kein Finale.

07

Kontakt und Sanktionen im Snowboardcross

Nicht jeder Kontakt im Snowboardcross ist ein Regelverstoß. Die Jury bewertet absichtliche, unfreiwillige oder zufällige Behinderung sowie Handlung und Folgen. Ziehen, Schieben, Blockieren, Linienwechsel und Kontakt von hinten können relevant sein.

08

Ergebnisse, Proteste und Wiederholungsläufe

Ein Protest braucht einen zulässigen Grund, Begründung, vorgeschriebenes Verfahren und Gebühr. Fristen unterscheiden sich: In Parallel- und Cross-Heats müssen betreffende Proteste vor dem nächsten Heat erfolgen. Ergebnisse lassen sich über das zuständige Verfahren korrigieren; eine informelle Beschwerde ist kein gültiger Protest.

09

Halfpipe

Beim Snowboard-Halfpipe werden Tricks an den Wänden einer Schneerinne verbunden. Die Anlage braucht geeignete Übergänge, einen sicheren Start und ausreichenden Auslauf. Bewertet wird die Leistung, nicht die schnellste Zeit. Bei der vorgesehenen Besichtigung können Bedenken zur Strecke gemeldet werden.

10

Slopestyle

Snowboard-Slopestyle verbindet Sprünge, Rails, Boxen und andere Elemente auf einer Abfahrt. Die Anlage soll Drehungen in verschiedene Richtungen erlauben, ohne eine Stellung zu bevorzugen. Die Anforderungen hängen vom Wettkampfniveau ab; lokale Wettbewerbe brauchen nicht denselben Kurs wie große Meisterschaften.

11

Big Air

Beim Snowboard-Big-Air führt ein Fahrer einen Trick über einen großen Sprung aus und landet im vorbereiteten Landebereich. Bewertet werden unter anderem Ausführung und Höhe. Eine sichere Landung zählt: Die meisten Drehungen ergeben nicht automatisch den besten Sprung. Das Format bestimmt die zählenden Versuche.

12

Street Style

Snowboard-Street-Style nutzt Rails, Boxen, Wallrides und ähnliche Elemente. Fahrer können unterschiedliche Linien wählen. Die Anlage soll verschiedene Elementtypen kombinieren, Gleiten und Drehen in mehrere Richtungen ermöglichen und sichere Übergänge bieten. Eine bestimmte Stellung soll nicht bevorzugt werden.

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Kampfrichter und Wertung

Bei Snowboard-Halfpipe, Slopestyle und Big Air zählen Ausführung, Schwierigkeit, Höhe, Vielfalt und Weiterentwicklung. Jeder wertende Richter gibt eine ganze Zahl von 0 bis 100. Beim Gesamteindruck wird der gesamte Lauf bewertet; Fehler und Stürze können Punkte kosten. Ein Trickname besitzt keinen festen Punktwert.

14

Formate, Gleichstände und Wiederholungen

Park & Pipe kann Qualifikation, Halbfinale und Finale umfassen. Die Jury kündigt Format und zählende Läufe vorher an; innerhalb einer Phase gilt dasselbe Format. Gleichplatzierte teilen normalerweise einen Rang. Bei Gleichstand auf dem letzten Qualifikationsplatz kommen die Betroffenen weiter, mit formatabhängigen Anpassungen.

15

Snowboard und Bindungen

Bei einer Gleitfläche bis 135 cm muss das Board mindestens 14 cm breit sein; über 135 cm beträgt die Mindestbreite 16 cm. Die Bindungen stehen diagonal zur Längsachse, und die Schuhe dürfen sich nicht überlappen. Dies sind Wettkampfvorgaben, keine Kaufberatung für die passende Boardgröße.

16

Wettkampfkleidung

Snowboardcross und Snowboard Alpin verlangen getrennte Hose und Oberteil, die unabhängig getragen werden. Sie dürfen auch vorübergehend nicht verbunden werden. Einteilige Rennanzüge sind selbst unter einem separaten Oberteil verboten. Im Stehen soll die Jacke die Hose überlappen.

17

Helme

Bei allen Snowboardwettbewerben besteht Helmpflicht. Der Helm muss für die Disziplin ausgelegt sein, eine CE-Kennzeichnung tragen und anerkannte passende Normen erfüllen. Trage ihn nach Herstellerangaben; Freizeittauglichkeit belegt nicht automatisch die Zulässigkeit für jede Wettkampfdisziplin.

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Rückenschutz und verbotene Hilfsmittel

Ein Rückenprotektor ist im Snowboardcross nach der vorliegenden Ausrüstungsvorgabe Pflicht. Er darf keinen aerodynamischen Vorteil verschaffen: Er soll schützen und nicht die Geschwindigkeit steigern. Das Snowboardkapitel schreibt dieselbe allgemeine Rückenprotektorpflicht nicht für sämtliche anderen Disziplinen vor.

19

Materialkontrollen und Wachs

Die Teilnehmenden sind für sichere, funktionsfähige und FIS-konforme Ausrüstung einschließlich Kleidung und Bindungen verantwortlich. Kontrollen sind vor oder während der Saison sowie nach Protesten möglich. Die aktuelle Messung bestellter FIS-Experten mit offiziellen Messmitteln gilt unabhängig von früheren Kontrollen.

20

Transponder und Kameras

Bei großen Snowboardveranstaltungen können bereitgestellte Transponder Leistungsdaten für Publikumsinformationen und Fernsehgrafiken erfassen. Alle Teilnehmenden tragen sie nach Vorgabe von Jury und Datenteam vor Ort. Sie dienen der Veranstaltungsdarstellung und sind keine zusätzliche Methode zur Punktevergabe.

Quellen: ICR = sportliche Wettkampfregeln; Equipment = technische Ausrüstungsvorschriften. Die Zahlen beziehen sich auf Seiten im PDF-Anzeigeprogramm. Themennummern sind redaktionell. Snowboarden umfasst Zeitrennen durch Tore, Snowboardcross und bewertete Park-und-Pipe-Wettbewerbe. Im Slalom und Riesenslalom zählt eine schnelle, korrekte Fahrt; Parallelrennen ergänzen direkte Duelle. Im Cross fahren Gruppen gegeneinander. Halfpipe, Slopestyle, Big Air und Street Style werden von Wertungsrichtern beurteilt.