Alternative Verfahren und Zählweisen
ITF · 2026Genehmigte Alternativen zur üblichen Zählweise, zum Seitenwechsel und zur Aufschlagwiederholung gelten, wenn die Veranstaltung die jeweilige Option wählt.
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Anhang VI. WahlmöglichkeitenNo-Ad-Spiele: Alternative zu Regel 51. Kurzsätze: Alternative zu Regeln 6 und 72. Kurzsatz-Tie-Break: 5 Punkte3. Match-Tie-Break: 7 Punkte4. Match-Tie-Break: 10 PunkteBedingungen beim Ersatz des letzten Satzes durch einen Match-Tie-Break5. Tie-Break im letzten Satz: 10 PunkteAlternativer Seitenwechsel: Regel 10Aufschlag ohne Wiederholung: Alternative zu Regel 22Anhang VI. Wahlmöglichkeiten
Dies sind genehmigte Alternativen und keine Vorgaben für jedes Spiel. Das gewählte Wettbewerbsverfahren bestimmt, ob sie gelten. Die unten genannten besonderen Optionen liegen im Ermessen des Genehmigungsorgans.
No-Ad-Spiele: Alternative zu Regel 5
Der Punktestand des Aufschlägers wird zuerst genannt. Die Reihenfolge lautet Null, 15, 30, 40 und Spiel. Gewinnen beide Seiten 3 Punkte, wird Einstand angesagt und statt mit Vorteil 1 Entscheidungspunkt gespielt.
Der Rückschläger beziehungsweise das rückschlagende Team wählt die rechte oder linke Hälfte für den entscheidenden Aufschlag. Im Doppel dürfen die Rückschläger ihre Positionen dafür nicht tauschen. Wer diesen Punkt gewinnt, gewinnt das Spiel.
Im gemischten Doppel muss der Rückschläger beim Entscheidungspunkt dasselbe Geschlecht wie der Aufschläger haben. Die Rückschläger dürfen ihre Positionen auch dabei nicht tauschen.
1. Kurzsätze: Alternative zu Regeln 6 und 7
Ein Kurzsatz wird mit 4 gewonnenen Spielen und einem Vorsprung von 2 Spielen gewonnen. Bei 4–4 folgt ein Tie-Break. Alternativ darf das Genehmigungsorgan den Tie-Break bei 3–3 festlegen.
2. Kurzsatz-Tie-Break: 5 Punkte
Diese Option ist nur bei Kurzsätzen zulässig. Die Seite, die zuerst 5 Punkte erreicht, gewinnt Spiel und Satz; bei 4–4 wird 1 Entscheidungspunkt gespielt. Das Genehmigungsorgan legt Aufschlagreihenfolge und Anzahl der Aufschläge fest. Die Spieler wechseln die Seiten nur nach den ersten 4 Punkten.
3. Match-Tie-Break: 7 Punkte
Bei jeweils 1 gewonnenen Satz oder jeweils 2 gewonnenen Sätzen in einem Spiel über höchstens 5 Sätze kann ein Match-Tie-Break den entscheidenden letzten Satz ersetzen. Die Seite, die zuerst 7 Punkte mit einem Vorsprung von 2 erreicht, gewinnt Tie-Break und Match. Das Spiel wird so lange fortgesetzt, bis dieser Vorsprung besteht.
4. Match-Tie-Break: 10 Punkte
Bei jeweils 1 gewonnenen Satz oder jeweils 2 gewonnenen Sätzen in einem Spiel über höchstens 5 Sätze ersetzt auch diese Alternative den entscheidenden letzten Satz. Die Seite, die zuerst 10 Punkte mit einem Vorsprung von 2 erreicht, gewinnt Tie-Break und Match. Das Spiel wird fortgesetzt, bis der erforderliche Vorsprung besteht.
Bedingungen beim Ersatz des letzten Satzes durch einen Match-Tie-Break
- Die ursprüngliche Aufschlagreihenfolge nach Regeln 5 und 14 bleibt bestehen.
- Im Doppel dürfen Partner ihre Aufschlag- und Rückschlagreihenfolge innerhalb des Teams wie zu Satzbeginn nach Regeln 14 und 15 ändern.
- Vor dem Match-Tie-Break wird eine Satzpause von 120 Sekunden eingelegt.
- Unmittelbar vor dem Match-Tie-Break werden die Bälle nicht gewechselt, auch wenn ein Ballwechsel sonst fällig wäre.
5. Tie-Break im letzten Satz: 10 Punkte
Haben beide Seiten jeweils 1 Satz oder jeweils 2 Sätze bei höchstens 5 Sätzen gewonnen und erreicht der letzte Satz 6–6, darf ein 10-Punkte-Tie-Break das Match entscheiden. Wer 10 Punkte mit einem Vorsprung von 2 erreicht, gewinnt. Falls nötig wird bis zu diesem Vorsprung weitergespielt.
Alternativer Seitenwechsel: Regel 10
Bei dieser Alternative wechseln die Spieler nach dem 1. Punkt eines Tie-Breaks und anschließend nach jeweils 4 Punkten die Seiten.
Aufschlag ohne Wiederholung: Alternative zu Regel 22
Diese Option hebt die Aufschlagwiederholung nach Regel 22(a) auf: Ein Aufschlag, der Netz, Netzhalter oder Netzeinfassung berührt, bleibt im Spiel und wird nicht wegen dieser Berührung wiederholt.
Im Doppel mit Kurzsätzen, No-Ad-Zählweise und Aufschlägen ohne Wiederholung darf das Genehmigungsorgan zusätzlich erlauben, dass jeder Rückschläger einen Aufschlag zurückspielt, der Netz, Netzhalter oder Netzeinfassung berührt und im richtigen Aufschlagfeld landet. Diese Wahl des Rückschlägers gehört zu einer besonderen optionalen Kombination und ist keine allgemeine Doppelregel.
Quellen und Vorgehen ↗
