Boundaries, Fänge am Rand und Overthrows
MCC · 2017 Code · 4th edition · 2026Vier und sechs, Feldspieler an der Begrenzung und die besondere Berechnung eines Overthrows.
Auf dieser Seite
Law 19 — Verlauf der BegrenzungLaw 19 — Feldspieler in der LuftLaw 19 — Boundary-Runs und OverthrowsLaw 19 — Verlauf der Begrenzung
Vor dem Münzwurf legen die Umpires die Begrenzung für das gesamte Spiel fest; Sichtschutzwände bleiben außerhalb. Die zum Pitch nähere Kante einer Linie oder aufliegenden Markierung bildet die Grenze. Einzelne Markierungen werden gedanklich geradlinig verbunden. Eine verschobene Markierung verschiebt nicht die Grenze.
Berührt der lebende Ball die Grenze, den Boden außerhalb oder einen dort aufliegenden Gegenstand, ist die Boundary erreicht. Gleiches gilt beim Kontakt mit einem außerhalb aufliegenden Feldspieler oder wenn der Fänger vor Abschluss des Fangs mit Ball die Grenze überschreitet. Eindringende Personen, Tiere oder Gegenstände werden gesondert beurteilt.
Law 19 — Feldspieler in der Luft
Vor dem ersten Ballkontakt eines Feldspielers muss dessen letzter Bodenkontakt vor dem Absprung vollständig innerhalb gelegen haben. Ein früherer Kontakt eines Mitspielers hebt diese Pflicht nicht auf.
Nach einem legalen ersten Kontakt darf der Feldspieler von außerhalb abspringen und den Ball in der Luft berühren. Anschließend müssen bis zum toten Ball sämtliche Bodenkontakte innerhalb erfolgen. Wer den Ball aus einem solchen Sprung zurückbefördert, muss innen landen und bleiben, auch wenn ein anderer den Fang vollendet. Erneuter Bodenkontakt außerhalb führt zur Boundary, selbst ohne weiteren Ballkontakt.
Law 19 — Boundary-Runs und Overthrows
Ohne andere Vereinbarung vor dem Münzwurf bringt ein Schlägertreffer mit erstem Bodenkontakt außerhalb 6 Runs. Nach einem Aufprall oder ohne Schlägertreffer sind es 4. Ein Feldspielerkontakt allein verhindert keine Sechs. Normalerweise zählt der höhere Wert aus Boundary-Zulage und vollständigen Runs plus laufendem Run, falls die Batter beim Boundary-Eintritt bereits gekreuzt hatten.
Bei Overthrow oder einschlägiger absichtlicher Handlung werden Boundary-Zulage, vollendete Runs und der laufende Run addiert, letzterer nur bei bereits erfolgtem Kreuzen zum Zeitpunkt des Wurfs oder der Handlung; anwendbare Strafen kommen hinzu. Maßgeblich ist der Wurf, nicht das Erreichen des Seils.
Ein Overthrow ist hier ein auf die Wickets gerichteter Wurf, der einen Run out oder weitere Runs verhindern soll und danach die Grenze passiert. Ein misslungener Stoppversuch oder kurzer Pass zwischen Feldspielern am Rand zählt nicht dazu. Eine absichtliche Handlung im Sinne dieser Regel dient weder der Run-Verhinderung noch einem Run out oder Fang.
Quellen und Vorgehen ↗
