Cricket / Regel 38–39

Run Out und Stumped

MCC · 2017 Code · 4th edition · 2026
Kurz erklärt

Außerhalb des eigenen Grounds, vorzeitiger Start des Non-Strikers und Unterschied zwischen Run Out und Stumped.

Auf dieser SeiteRegel 38 — Run OutRegel 38 — Non-Striker verlässt zu frühRegel 39 — StumpedRegeln 38–39 — Besonderheit des No Ball

Regel 38 — Run Out

Jeder Batter kann bei lebendem Ball Run Out sein, wenn er außerhalb seines Grounds ist und ein Feldspieler sein Wicket durch Handlung oder Körperabpraller regelgerecht bricht. Ein Runversuch ist unnötig und No Ball verhindert es normalerweise nicht. Aus scheidet der Batter, dem dieses Ende gehört.

Wer im Ground war und ihn zur Verletzungsvermeidung verlässt, ist geschützt. Ein gelieferter Ball muss vor dem Wicketbruch einen Feldspieler berühren, damit Run Out möglich ist. Sonderregeln zu Ground und Runner gelten ebenfalls. Vollendete Runs zählen, der laufende nicht; Strafen bleiben. Kein Wicket für den Bowler.

Regel 38 — Non-Striker verlässt zu früh

Der Non-Striker kann vom Lebendigwerden des Balls bis zum höchsten Punkt des Bowlerarms im normalen Abwurfschwung Run Out werden. Der Bowler darf das Wicket mit ballhaltender Hand oder durch Wurf darauf brechen. Nach diesem höchsten Punkt ist diese frühe Run-Out-Art nicht mehr möglich, selbst wenn der Batter zuvor gegangen war.

Ohne anschließende Lieferung wird ein Appell entschieden, der Ball zählt nicht im Over; ohne Appell oder bei Nicht-aus folgt Dead Ball. Wird geliefert und dem Appell stattgegeben, zählt der Ball ebenfalls nicht. Scheitert er, bleibt der Ball lebendig und die Regel zum Wicketbruch durch den Bowler gilt.

Regel 39 — Stumped

Stumped verlangt eine Lieferung ohne No Ball, Striker außerhalb seines Grounds ohne Runversuch und regelgerechten Wicketbruch durch den Keeper ohne anderen Feldspieler. Abprallen von Körper oder Ausrüstung, Kicken oder Werfen durch den Keeper kann genügen. Erfülltes Stumped hat Vorrang vor Run Out.

Verlassen nach dem Empfang zur Verletzungsvermeidung ist ausgenommen. Wide kann Stumped erzeugen und behält die Strafe von 1 Run; gewinnt diese Strafe bereits das Spiel, ist nachträgliches Stumping unmöglich.

Regeln 38–39 — Besonderheit des No Ball

Der Striker außerhalb seines Grounds ohne Runversuch kann bei No Ball nicht allein durch den Keeper ohne anderen Feldspieler Run Out sein. Runversuch oder weitere Feldspieler können das ändern. Mit Runner gelten Sonderregeln: Ist der Runner außerhalb seines Grounds, gilt der normale Run-Out-Test.

Wird ein Striker mit Runner persönlich Run Out, werden vollendete Runs der Lieferung aberkannt, der andere nicht ausgeschiedene Batter kehrt an sein ursprüngliches Ende zurück, und anwendbare No-Ball-, Wide- und 5-Run-Strafen bleiben bestehen.

Unabhängige Erklärungen und Übersetzungen, keine offiziellen Veröffentlichungen der Verbände. Grundlage sind die bereitgestellten MCC Laws of Cricket, Code 2017, 4. Ausgabe (2026). Wettbewerbsbestimmungen, etwa für internationales Cricket und T20, können abweichen und sind nicht in diesen Leitfaden aufgenommen. Verweise nennen die PDF-Seiten.
Quellen und Vorgehen ↗