Cricket / Regel 18

Runs, kurze Läufe und Spielstand

MCC · 2017 Code · 4th edition · 2026
Kurz erklärt

Wie Runs gutgeschrieben werden, was nach kurzen Läufen oder einem Aus geschieht und wer den nächsten Ball empfängt.

Auf dieser SeiteLaw 18 — Runs erzielen und zuordnenLaw 18 — Kurze LäufeLaw 18 — Aus, tote Bälle und Enden

Law 18 — Runs erzielen und zuordnen

Runs entstehen, wenn sich die Batter bei lebendem Ball kreuzen und die gegenüberliegenden Grounds erreichen, durch Boundaries und durch Strafen. Runs nach einem Schlägertreffer werden gewöhnlich dem Striker gutgeschrieben; No-ball-Strafe und andere Strafläufe werden getrennt erfasst. Ohne Schlägertreffer gilt die passende Kategorie: Byes, Leg byes, Wides, No-ball-Extras oder Penalty runs.

Dem Bowler werden Runs des Strikers, No-ball-Extras und Wides belastet. Byes und Leg byes aus einem No ball bleiben solche: Nur die Strafe von einem Run ist ein No-ball-Extra.

Law 18 — Kurze Läufe

Ein Lauf ist kurz, wenn ein Batter für einen weiteren Lauf umkehrt, ohne seinen Ground erreicht zu haben. Nur dieser Lauf entfällt; der folgende vollständig absolvierte Lauf ist wegen seines Startpunkts nicht ebenfalls kurz. Kürzen beide denselben Lauf ab, bleibt es ein kurzer Lauf. Eine normale Boundary hebt unabsichtliches Kurzlaufen auf, während eine Overthrow-Boundary gesondert behandelt wird.

Bewusst mehrere vollständige Läufe vorzutäuschen, ohne einen Ground zu erreichen, unterscheidet sich vom ehrlichen Abbruch eines Laufversuchs. Bei absichtlichem Kurzlaufen zählen nur anwendbare Strafen, das Feldteam erhält 5 Penalty runs und sein Kapitän bestimmt den nächsten Striker. Der Vorfall wird gemeldet. Die Strafe für einen unbenutzten Helm ist ausgeschlossen.

Law 18 — Aus, tote Bälle und Enden

Nach den meisten Aus-Entscheidungen bleiben nur Strafen bestehen. Vor einem Run out vollendete Runs können zählen, ebenso vor einer Feldbehinderung, die keinen Fang verhindert hat, vorbehaltlich der besonderen Runner-Regeln. Wird der Ball anders tot, zählen normalerweise abgeschlossene Runs und der laufende Run, wenn sich die Batter im maßgeblichen Moment bereits gekreuzt hatten; besondere Laws können abweichen.

Nach Bowled, Caught, LBW, Stumped, Hit wicket oder Hit the ball twice kehrt der verbliebene Batter an sein ursprüngliches Ende zurück. Das Kreuzen vor einem Fang bestimmt nicht das Ende des neuen Batters. Normale Boundaries schicken beide ebenfalls zurück, außer die zugesprochenen gelaufenen Runs übersteigen die Boundary-Zulage. Bei Run outs, anderen toten Bällen und Overthrow-Boundaries ist die jeweilige Kreuzungsposition maßgeblich, sofern Runs nicht aberkannt werden.

Verhindert eine Behinderung einen Fang, bestimmt der Feldkapitän das Ende des verbliebenen Batters. Nach absichtlichem Kurzlaufen bestimmt er den nächsten Striker; nach absichtlicher Ablenkung durch das Feldteam gemäß Law 41.5 entscheiden die Batter.

Unabhängige Erklärungen und Übersetzungen, keine offiziellen Veröffentlichungen der Verbände. Grundlage sind die bereitgestellten MCC Laws of Cricket, Code 2017, 4. Ausgabe (2026). Wettbewerbsbestimmungen, etwa für internationales Cricket und T20, können abweichen und sind nicht in diesen Leitfaden aufgenommen. Verweise nennen die PDF-Seiten.
Quellen und Vorgehen ↗