Cricket / Regel 21–22

No balls und Wides

MCC · 2017 Code · 4th edition · 2026
Kurz erklärt

Illegale oder unerreichbare Würfe, ein Extra-Run, Ersatzbälle und weiterhin mögliche Aus-Arten.

Auf dieser SeiteLaw 21 — Legales BowlingLaw 21 — Weitere No ballsLaws 21–22 — Folgen der RufeLaw 22 — Einen Wide beurteilen

Law 21 — Legales Bowling

Der Bowler nennt dem Umpire Wurfhand und Seite des Wickets einschließlich Änderungen. Unterarmbowling braucht eine Vereinbarung vor dem Spiel. Die Bewegung darf kein Werfen sein: Ab Schulterhöhe darf sich der Ellenbogen bis zum Loslassen nicht strecken; Handgelenksbewegungen bleiben erlaubt.

Im Ausfallschritt muss der hintere Fuß innerhalb der betreffenden Return crease landen, ohne sie zu berühren. Ein Teil des vorderen Fußes, angehoben oder aufliegend, muss hinter der Popping crease und auf der richtigen Seite der gedachten Linie zwischen den Mittelstumps landen. Ein Verstoß ist No ball. Werfen oder unerlaubtes Unterarmbowling führt zur ersten und letzten Verwarnung; Wiederholung durch denselben Bowler im Innings sperrt ihn für dessen Rest.

Law 21 — Weitere No balls

No ball liegt vor, wenn der Ball vor Kontakt mit dem Striker mehrfach aufspringt oder vor der Popping crease rollt, oder vor dem Striker-Wicket auch nur teilweise außerhalb des Pitch zuerst aufkommt oder erneut aufspringt. Bleibt er vor diesem Wicket liegen oder ist er nur durch Verlassen des Pitch spielbar, folgt auf No ball sofort Dead ball.

Weitere Gründe sind das Brechen des eigenen Wickets durch den Bowler im festgelegten Zeitraum, vorzeitiger Feldspielerkontakt, unerlaubte Keeper- oder Feldpositionen und gefährliches Bowling nach Law 41. Bestimmte Dead-ball-Ereignisse widerrufen No ball; Ablenkung gewöhnlich ebenfalls, außer beim vom Bowler gebrochenen Wicket.

Laws 21–22 — Folgen der Rufe

No ball oder Wide gibt dem Schlagteam 1 Extra-Run und zählt nicht im Over. Der Ruf allein macht den Ball nicht tot. Weitere Runs und Strafen bleiben möglich; No ball hat Vorrang vor Wide. Diese MCC-Bestimmungen gewähren nicht automatisch einen Free hit beim folgenden Ball.

Bei No ball sind nur Hit the ball twice, Obstructing the field und Run out möglich. Bei Wide sind es Hit wicket, Obstructing the field, Run out und Stumped. Die weiteren Voraussetzungen der jeweiligen Aus-Art gelten weiterhin.

Law 22 — Einen Wide beurteilen

Ein Wide liegt außerhalb eines normalen Schlages sowohl von der maßgeblichen Position seit Beginn des lebenden Balls als auch von einer normalen Schlagposition aus. Wegbewegen erzeugt keinen Wide; Bewegung in Reichweite kann ihn verhindern. Ein aufgesprungener Ball über Kopfhöhe des aufrecht an der Popping crease stehenden Strikers ist ebenfalls Wide, sofern kein No ball Vorrang hat.

Der Umpire ruft Wide nach Passieren des Striker-Wickets. Er widerruft bei Kontakt mit Schläger oder Körper vor einem Feldspieler oder bei No ball. Alle gelaufenen Runs und Boundary-Runs samt Ein-Run-Strafe werden als Wides dem Bowler belastet; gesonderte 5-Run-Strafen bleiben getrennt.

Unabhängige Erklärungen und Übersetzungen, keine offiziellen Veröffentlichungen der Verbände. Grundlage sind die bereitgestellten MCC Laws of Cricket, Code 2017, 4. Ausgabe (2026). Wettbewerbsbestimmungen, etwa für internationales Cricket und T20, können abweichen und sind nicht in diesen Leitfaden aufgenommen. Verweise nennen die PDF-Seiten.
Quellen und Vorgehen ↗